Gerecht, menschlich, solidarisch – nur ein paar Standpunkte der SPD. Dafür stehen sie also? … diese SPD’ler. Wohin man schaut, soziale Adern. Aber offenbar alle verkalkt!

Und kurz davor den Schlaganfall auszulösen. In unseren Hirnen. Wegen kognitiver Dissonanz, weil ich einfach nicht begreife, wie man an Hartz IV Sanktionen festhalten, gleichzeitig aber total sozial sein will.
Das ist so gegensätzlich – wie ein sich für verantwortungsbewusst haltender erwachsener Mann mit Superheldencomics neben dem Klo!

Aber:

Bei den Sanktionen geht es ja nicht um Schikanen.

Meint Schulz. Hhm? Wer Jahr für Jahr immer mehr davon verhängt, aber über 40% wieder zurücknehmen muss, weil sie nicht rechtens sind, der nutzt dieses Instrument rein zur Schikane!
Und zwar so bewußt, wie jemand der einem Textilsklaven in Bangladesh Hohnkürzung – Oh, Entschuldigung: Lohnkürzung – androht, weil der sich vernäht hat. Zur Angstmache.

Mit Schulz stellt sich also jemand zur Wahl, der uns entweder für dumm verkaufen will oder aber selbst nicht begreift was das System, dem er da dienen möchte, für eine Agenda hat oder wozu dessen Instrumente genutzt werden!
In beiden Fällen disqualifiziert er sich.

Weil Aldi Marktanteile verliert, will der Discounter sein Resterampen-Image mit einem Hauch von Pseudoluxus überziehen. Billig soll es bleiben – klar. Aber nicht mehr eben genau das Bild abgeben. Genau so versucht es die SPD jetzt wohl auch. Sprich: „Genossen der Bosse“ – ja selbstverständlich … aber ey, bitte doch nicht in der öffentlichen Wahrnehmung.
Nur, weil man ein lustig buntes Cocktailschirmchen in den Kuhscheißefladen steckt, wird daraus noch lange kein Luxusurlaubeiland!
Das aufgespannte, den sauren, neoliberal tobenden Kapitalismusschauer abhalten sollende Schulzschirmchen, macht aus der SPD noch lange keine SOZIALdemokratische Partei!
Denn dieser saure Regen ist ätzend und kommt immer und überall durch.

Zum Beispiel hier:

Deutschlands Volkswirtschaft ist wettbewerbsfähig und stark. Dass unsere hochwertigen Maschinen und Anlagen auch im Ausland gerne gekauft werden, dafür muss sich niemand entschuldigen.

In Brigitte Zypries‘, Bundeswirtschaftsministerin, Kommentar zur Kritik an den immens hohen Exportüberschüssen Deutschlands. So schwätzt jemand, der eh schon für die Exportindustrie arbeiten!

Solidarisch wäre – so zu handeln, dass ein gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht nicht gefährdet ist. Aktuell? Pustekuchen.
Menschlich wäre – das Lohndumping und die Sozialsystemtorpedierungen, die diese Überschüsse überhaupt erst ermöglicht haben, sofort zu stoppen. Ist davon was am Horizont zu erahnen? Nicht einmal im Ansatz.
Gerecht wäre – die Bevölkerung z. B. durch öffentliche Investitionen am Erfolg teilhaben zu lassen. Was passiert? Nichts davon.

Parteiisch, über Leichen gehend, selbstsüchtig – so sieht die sozialdemokratische Realität aus.