… befindet Andrea Nahles, als sie Auszüge aus dem 5. Armuts- und Reichtumsbericht vorstellt. Ich befinde: Andrea Nahles ist eine Politikerin widerlicher Natur.

Arbeit lohnt sich, und Aufstieg ist für alle möglich.

Gilt nicht mehr! Stellt sie fest.

Es gibt eine verfestigte Ungleichheit bei den Vermögen.

Ich bin sprachlos, ob dieser völlig unerwarteten Erkenntnis.

Großer Reichtum beruhe oft auf Erbschaften oder Schenkungen.

Ach ja? Und das findet sie plötzlich „unfair“? Hat sie deshalb eine Erbschaftssteuerreform mitbeschlossen, die eindeutig zu Gunsten der (Super)Reichen ausgelegt ist?
Damit Unternehmenserben ja nicht zu hoch durch Erbschaftsteuer belastet werden, weil sie ansonsten ja drohten pleite zu gehen. Man schütze damit ja die vorhandenen Arbeitsplätze.
Und sie hat Recht. Natürlich muss da was getan werden. Ist die Zahl der Unternehmenspleiten durch zu hohe Erbschaftssteuer doch gleich … 0!?

Das Widerliche an Nahles ist, dass sie so tut, als hätte sie und ihre Partei damit nichts zu schaffen. Dass sie mit Auszügen des Berichts vorprescht, ist nichts weiter als der Versuch Boden für Schulz‘ Wahlkampfthema zu bereiten. Abbau der „sozialen Ungleichheit“. Schulz‘ vorgegebenes Grundthema, das er papageiig wiederplappert, ist das neue dauerwiederholte – und ebenso unglaubwürdige – Freiheitsgeschwafel von Gauck!

So etwas verlogenes, liebe, an der „GroKo“ mitbeteiligte, SPD.
Ihr schubst jemanden wissentlich vom Hochhausbalkon und gebt dann vor, es unerwartet krass zu finden, dass der Aufprall ihn tötet?
Und eure Lösung ist es: weiterhin zu schubsen, aber zu versprechen – zu versprechen?! – den Sturz künftig bunter und für alle Geschlechter gleich zu gestalten? … Wow!

Na, dann mache ich doch gleich dafür mal mein Kreuzchen. Nicht.

Welch Freude es wäre, Merkel nicht mehr weiter ertragen zu müssen. Aber diese SPD zielt so nur wieder darauf ab, sich lediglich das Ticket als Partner in einer weiteren „GroKo“ zu ziehen.