Filmende Sonnenbrillen? Snap- … was?
Ok, Sekunde. Also. Snap-whatever-the-f*ck-chat bringt demnach eine Sonnenbrille auf den Markt … die Videos von dem aufzeichnet, was ich gerade sehe? Das Teil nimmt zehn Sekunden Video auf, wenn ich einen Knopf an der Brille antippe. Will ich mehr, muss ich die Brille ständig weiter antippen.

Grandios. Das lässt mich also – erstens – so aussehen als würde ich ständig jemandem den Vogel zeigen!
Zweitens – wie nervig, ständig die Brille antippen zu müssen beim Sex!
Dass muss auf jeden Fall gelöst werden, warum sollte man sonst so ein Teil kaufen?

Ok. Aber nach Snapchats’ens CEO ist das Tolle doch …:

[…] when I got the footage back and watched it, I could see my own memory, through my own eyes …

Bullshit!
Sobald man etwas mit seinen eigenen Augen betrachtet, Du Depp!, ist es KEINE Erinnerung mehr! „Ah-Du-meinst-diese-Erinnerung“ sollte keine korrekte Antwort sein, beim Spielen von „Ich-sehe-was-was-Du-nicht-siehst“!

Ein Känguru bezeichnete einen Einkaufs-Jutebeutel auch nicht als seinen(!) Beutel. Es ist es einfach nicht mehr DEINE Erinnerung, Idiot. Sondern eine o u t g e s o u r c t e!

It was the closest I’d ever come to feeling like I was there again.

Ok. Ich sag mal so … Wenn das Ansehen eines Erinnerungsfilmchens nur einen marginalen Unterschied zum Live-Erlebnis macht, dann war man wohl schon beim Stattfinden des Ereignisses nicht „anwesend“?!

Wenn Du das Gefühl beim Ansehen Deines Privatpornos als das fast erotischste Deines Lebens nachempfindest, dann war damals währenddessen wohl auch schon Pokémon GO interessanter als … anyway.

Am Ende wird man zum Pauschaltourist in seinem eigenen Leben, der schlechte und  gefühlsunechte Abbildungen sammelt, um damit anzugeben. Aber verpasst Atmosphäre „einzuatmen“, um diese für sich lebhaft zu konservieren!